Corona-Infos ab 19.Mai 2021

Corona-Infos

Die gültigen Regelungen im Sport

Die Infektionszahlen gehen zurück, die Welt des Sports ist in diesen herausfordernden Zeiten auf dem Weg zur Normalität.

Die aktuelle Verordnung des Gesundheitsministeriums sieht vor, dass im Tennis Einzel und Doppel im herkömmlichen Sinn, Turniere sowie das Gruppentraining Indoor und Outdoor seit 19. Mai möglich sind. Somit können u. a. die Mannschaftsmeisterschaften Allgemeine Klasse und Senioren in allen Bundesländern ebenso starten wie die Bundesliga Allgemeine Klasse und Senioren.

Das Gesundheitsministerium setzt in dieser Verordnung bis 30. Juni weiters fest, dass die Voraussetzung für das Betreten der nicht öffentlichen Sportstätten in allen Sparten der Sportwelt der „Nachweis einer geringen epidemologischen Gefahr“ ist. Das bedeutet, dass man auch die Tennisanlagen nur betreten darf, wenn man getestet, geimpft oder genesen (3G-Regel) ist. Selbsttests auf der Anlage werden ebenso wie Schultests anerkannt, bei Kindern unter 10 Jahren entfällt dieser Nachweis. Durch die 3G-Regel wird der Besuch der Restaurants und die Nutzung der Nassräume und Duschen in den Vereinen wieder möglich.

Der ÖTV und die Landesverbände werden sich weiter intensiv für den Tennissport, die Vereine und Mitglieder einsetzen und weitere Öffnungsschritte einfordern, damit der Tennisbetrieb in diesen herausfordernden Zeiten wieder zur Normalität zurückkehren kann.
 
Quelle: Österreichischer Tennisverband
 

REGELUNGEN AB DEM 19. MAI 2021

 
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Die neuen Oster-Regelungen im Sport

Mit 1. April, 0.00 Uhr, tritt die neue Verordnung in Kraft. welche regional sehr unterschiedlich ist.

In Tirol, Salzburg, Oberösterreich, Kärnten und der Steiermark bleiben die bisher geltenden Regeln: Im Freien dürfen Erwachsene Einzel und Doppel (maximal zwei Haushalte) spielen. Der Vereinsbetrieb für Kinder und Jugendliche erlaubt ein Gruppen-Training mit maximal 10 Kindern / Jugendlichen zzgl. bis zu zwei volljährige Betreuungspersonen. Auch das Doppelspiel für Unter-18-Jährige aus bis zu vier Haushalten bleibt möglich. Das Bespielen aller Anlagen ist indoor weiterhin untersagt.

In Wien, Niederösterreich und Burgenland ist weiterhin das Einzelspiel im Freien erlaubt. Es dürfen jedoch nur Personen aus dem gemeinsamen Haushalt mit einzelnen Angehörigen oder engen Bezugspersonen Tennis spielen (siehe Teil II der Verordnung). Das Doppelspiel ist auch möglich, wenn sich vier Personen aus einem Haushalt oder drei Personen aus einem Haushalt plus eine enge Bezugsperson auf dem Platz befinden. Das Gruppentraining mit Kindern und Jugendlichen, sowie das Training mit Erwachsenen muss leider bis auf weiteres ausgesetzt werden.

In Wien gelten diese neuen Regeln bis einschließlich 10. April, in Niederösterreich und Burgenland vorerst bis inklusive 6. April.

Für Vorarlberg, das aufgrund der niedrigen Infektionszahlen einen Sonderstatus genießt, ändert sich wie im gesamten Spitzensportbereich, nichts.

Generell ersuchen wie Sie, im Sinne der Gesundheit und des Sports, den Aufenthalt auf der Anlage so kurz wie möglich zu gestalten und die allgemeinen Verhaltensregeln einzuhalten.

Bleiben Sie gesund,
Ihr ÖTV-Team

Offener Brief der ÖTV-Spitze

Präsident Magnus Brunner und die neun LandespräsidentInnen wenden sich an die Minister Kogler und Anschober – es gibt ausgezeichnete Argumente für die Öffnung der Tennishallen.

Die Ankündigungen, erst frühestens rund um Ostern Lockerungen im Indoor-Breitensportbereich anzudenken, trifft die rund 400.000 Hobby-Tennisspieler und Hallenbetreiber in Österreich hart, insbesondere weil es ausgezeichnete Argumente für eine Öffnung der Tennishallen gibt.

Deshalb wenden sich ÖTV-Präsident Magnus Brunner und die PräsidentInnen der Landesverbände in einem Offenen Brief an Vizekanzler und Sportminister Werner Kogler und an Gesundheitsminister Rudolf Anschober.

Offener Brief der ÖTV-Spitze
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Autor+Foto: Harald Schume

Kritik an Regierung: „Bewegt sich nichts“

Die Hallen-Betreiber warten noch immer auf finanzielle Zuschüsse!
Von Ermunterungen, positiven Signalen oder gar Versprechen in fein formulierten Standardsätzen – davon können Österreichs Tennishallen-Betreiber nicht leben. Seit Montag ist klar: Die Hallen bleiben auch nach dem 8. Februar geschlossen. Den Hallenbesitzern geht es wie Skiläufern, die aufgrund des Nebels ständig auf nach hinten verlegte Startzeiten vertröstet werden.

Neue Startzeit für die Hallen-Öffnung: 1. März. „Wenn die Zahlen nicht runter gehen oder gar steigen, wird dies auch nichts. Dann starten alle mit der Freiluft-Situation“, sieht Matthias Schiffer, der Präsident der Plattform Österreichischer Tennis- und Racketsporthallen (ÖTR), wenig Licht. Die finanziellen Einbußen sind eklatant. „Wir haben zahlreiche Gespräche mit dem Finanzministerium geführt, die nichts gebracht haben. Wir sehen ein, dass es Bereiche gibt, wo Geld dringender benötigt wird. Aber von uns kämpfen viele ums Überleben“, sagt Schiffer. „Es bewegt sich nichts“, bestätigt ÖTR-Geschäftsführer Marcel Weigl. Von einer Lobby wie in der Ski-Industrie können „wir nur träumen“.
Auch für den Umsatz-Ersatz der vom Kunden geleisteten Abostunden (60 bis 80 Prozent des Gesamtumsatzes) sieht man wenig Hoffnung, viele wollen die Kunden in der nächsten Wintersaison mit Aktionen behalten. „Mich rufen ständig Kunden an, die ihr Geld zurückwollen“, sagt Raimund Stefanits, Geschäftsführer im Tennisclub LaVille.

Positive Signale: Vor zwei Wochen forderte Magnus Brunner, Präsident des Österreichischen Tennisverbandes (ÖTV) und als Staatssekretär Regierungsmitglied, nebst finanzieller Unterstützung die Öffnung der Hallen mit 8.Februar, „weil es beim Hallentennis keine erhöhte Infektionsgefährdung gibt“. Durchgesetzt hat er sich ebenso wenig wie Sportminister Werner Kogler.
Stefanits hat seine Traglufthallen längst abgebaut. „Weil ich unseren Politikern nicht mehr trauen kann.“

Autor: Harald Ottawa Kurier

Wo bleibt hier der Hausverstand!

Mich wundert’s nicht, dass viele mittlerweile die Schnauze voll haben. An den Skiliften drängen sich die Menschenmassen, ein 1 gegen 1 in der Tennishalle ist aber verboten. Wer soll das noch verstehen? Wo bleibt hier der Hausverstand? Redet der grüne Sportminister Kogler nicht mit seinem Parteifreund Gesundheitsminister Anschober? Oder sind die Interessen von Skiliftbetreibern mehr wert als jene von Sportbegeisterten?

Gerade der Nachwuchs leidet unter der aktuellen Situation. Durch Home Schooling und Ausgangsbeschränkungen fällt den Kindern seit Monaten die Decke am Schädel. Statt gemeinsam mit Freunden in der Schule oder im Verein Sport zu betreiben, können sich die Kinder nur über Smartphone-Chats oder Videotelefonie „treffen“. Und welche nachhaltigen Folgen das für ihre Gesundheit hat, kann sich jeder ausmalen.

Nur eine Zahl, um die Wichtigkeit von Bewegung und Sport für eine gesunde Gesellschaft zu untermauern: Schon durch 2 1/2 Stunden Bewegung pro Woche von Herrn und Frau Österreicher erspart sich der österreichische Staat jährlich 560 Millionen Euro an Gesundheitskosten.
Daher müssen gerade in dieser Gesundheitskrise alle Hebel in Gang gesetzt werden, dass der vor allem bei den Kindern besonders ausgeprägte Bewegungsdrang nicht zu kurz kommt. Bis wir die Herdenimmunität erreichen – und ich hoffe, dass das nicht so lange dauert, wie durch das aktuelle Impftempo zu erwarten ist – braucht es einen klugen Maßnahmenmix.

Im Zuge der Schulöffnung sollten also erste Schritte des Hochfahrens ermöglicht werden, da die Schülerinnen und Schüler sowie der Lehrkörper ohnehin regelmäßig getestet werden sollen. Dann spricht nichts dagegen, etwa mit Abstandsregeln einen Sportunterricht unter der Einhaltung von Hygienerichtlinien zu ermöglichen und unter bestimmten Voraussetzungen am Vereinssport teilnehmen zu können.

Und auch der Breitensport braucht gratis-FFP2-Masken und gratis-Heimtests für Vereine und Fans. Kombiniert mit den Präventionskonzepten der Sportverbände, die bislang problematische Cluster im Spitzen- wie im Breitensport verhindert haben, muss Sport auch für die breite Masse wieder ermöglicht werden.

Vor allem im Hinblick auf eine gesunde Zukunft unserer Kinder darf die Politk die aktuelle Situation niemals einfach nur hinnehmen und warten, bis die Pandemie überstanden ist! Es braucht Lösungen, und zwar sofort – gute Vorschläge gibt es genug!

Autor+Bild: Maximilian Köllner

Hoffnung für die Tennisspieler

Vizekanzler und Sportminister Werner Kogler erklärte auf Servus TV, warum die Tennishallen vielleicht bald aufsperren könnten.

Die Tennishallen in Österreich sind – bis auf wenige Ausnahmen für Spitzen- und Leistungssportler – aufgrund der Corona-Pandemie geschlossen. Zum Unmut vieler Hobbyspieler, die nicht verstehen können, warum etwa Skifahren erlaubt ist, Tennis in einer großen Halle ohne körperlichen Kontakt jedoch nicht.

Vizekanzler und Sportminister Werner Kogler machte den Hobbyspielern und Hallenbetreibern bei „Sport und Talk aus dem Hangar-7“ aber Hoffnungen: „Meine Überzeugung ist, dass man Indoor beim Tennis wohl eine Ausnahme machen kann. Aber viele Sportarten wird es nicht geben. Wir haben eine riesen Luftkubatur in den Tennishallen. Es sollte daher möglich sein, dass sich zwei bis vier Leute in diesen großen Räumen sportlich betätigen. Es ist eine Lösung anzustreben, die vom Hausverstand Sinn macht.“

Wann es zu den Öffnungen kommen könnte, ist freilich offen.

Autor: Harald Schume – Österreichischer Tennisverband