Tennis-Zukunft schlägt wieder in Bad Waltersdorf auf

Drei internationale Turniere!

Es tut sich wieder was im Sportaktivpark Bad Waltersdorf in Sachen internationale Tennisturniere: Nachdem zuletzt 2016 ein ITF-Turnier durchgeführt worden war, gibt es heuer nach der Coronapause das Comeback und zwar gleich dreifach. In dieser Woche finden 15.000-Dollar-Turniere für Damen und Herren statt, in der nächsten folgt ein weiteres der Herren. „Die ersten beiden sind sozusagen unsere eigenen Turniere, das dritte richten wir für den ÖTV aus, weil es derzeit schwierig ist, Veranstalter zu finden“, berichtet Alexander Freitag. Der Niederösterreicher hat die Anlage in Bad Waltersdorf 2018 gekauft, auch jene in Fürstenfeld darf er sein Eigen nennen.

„In erster Linie mache ich das für die österreichischen Spieler. Es ist einfach wichtig, dass sie sich international messen können. Wir haben hier vier Wildcards für den Hauptbewerb und sechs für die Quali, die an österreichische Spieler gehen“, so Freitag. Bei den Herren wird aber sogar die Setzliste von einem Österreicher angeführt, der Burgenländer David Pichler (ATP-Nummer 497) ist die Nummer eins. Viele Augen werden aber auf Lukas Neumayer (18/ATP-Rang 783) gerichtet sein, der sich heuer in Kitzbühel schon auf ATP-Ebene für den Hauptbewerb qualifiziert hat und dort in Runde eins denkbar knapp gescheitert war. Die Wildcards für den Hauptbewerb gingen an Neill Oberleitner, Lukas Krainer und den Steirer Hans-Peter Kaufmann.

Bei den Damen ist die Situation im österreichischen Nachwuchs weiterhin wenig rosig. Mit der 15-jährigen Tamara Kostic gibt es aber zumindest wieder einmal einen Lichtblick: Die Wienerin hat sich vor einem Monat in Don Benito (Spanien) erstmals für den Hauptbewerb eines ITF-Damenturnier qualifiziert und auch noch die erste Runde überstanden. Folgerichtig hat ihr Freitag „seine“ Wildcard überlassen. Die drei anderen werden vom ÖTV vergeben und gingen an Elena Karner, Mavie Österreicher und Veronika Pokor.

ITF-Turniere in Bad Waltersdorf

Ort: Sportaktivpark Bad Waltersdorf
Preisgeld: Je 15.000 Dollar für Damen und Herren.
Qualifikation: Sonntag und Montag (ab 9 Uhr).
Hauptbewerb: ab Dienstag.
Setzliste Herren: 1 David Pichler (AUT/ATP 497), 2 Eric Vanshelboim (UKR/ATP 525), 3 Daniele Capechhi (ITA/ATP 594), 4 Peter Nagy (HUN/ATP 604).
Setzliste Damen: 1 Ziva Falkner (SLO/WTA 546), 2 Melania Delai (ITA/WTA 557), 3 Caisa Hennemann (SWE/WTA 575), 4 Sapfo Sakellaridi (GRE/WTA 605).

Die ITF-Turniere sind aber bei weitem nicht das Einzige, was Fasching in Bad Waltersdorf veranstaltet. Auch europäische U12- und U14-Turniere, die steirischen Landesmeisterschaften in allen Klassen waren heuer schon da. „Tourismusregion und Gemeinde wollen sich einfach breiter aufstellen. Die 1500 Nächtigungen sind für diese Region keine große Dimension, aber es kommt so ein anderes Publikum nach Bad Waltersdorf“, sagt Freitag. In der zweiten ITF-Turnierwoche wird parallel auch ein ÖTV-Jugendturnier gespielt. „Da können die jungen Spieler dann schauen, wohin sie es bringen können, wenn sie fleißig weiter machen.“

Autor+Foto: Kleine Zeitung – Steiermark

Jurij Rodionov fehlt ein Sieg für die US Open

Jurij Rodionov ist leider in der dritten Qualirunde ausgeschieden!

Der Daviscup-Spieler nimmt in New York auch die zweite Quali-Hürde. Julia Grabher ist am Freitag zum zweiten Mal im Einsatz.
Jurij Rodionov hat bei den US Open in New York die dritte Quali-Runde erreicht. Der Niederösterreicher besiegte Federico Gaio aus Italien 6:4, 6:4 und spielt nun gegen den Polen Kamil Majchrzak um ein Ticket im Hauptbewerb.

Rodionov legte vor den Augen von ÖTV-Sportdirektor Jürgen Melzer, der im Doppel an den Start gehen wird, gut los, schaffte das frühe Break zum 2:1. Im zweiten Durchgang schlug Rodionov im fünften Spiel zu, das Break zum 3:2 sollte für den nächsten souveränen Sieg reichen.

Schwer wird die Aufagbe für Julia Grabher nach dem Auftaktsieg gegen Barbara Haas. Die Vorarlbergerin muss sich in der zweiten Quali-Runde mit der als Nummer 1 gesetzten Kroatin Ana Konjuh messen.

Autor: Harald Schume
Foto: Jurij Rodionov – Facebook